Allgemein

Böhm, Bruno

(1902-?) Bis 1943 Leiter des „Judenreferats“ der Darmstädter Gestapo, mitverantwortlich für die Deportationen der hessischen Juden, deretwegen nie verurteilt. 1951 Zuchthausstrafe wegen schwerer Körperverletzung eines jüdischen Häftlings (s. Biografie Callmann) 1941. Böhm wurde bald nach Strafantritt freigelassen und begnadigt. 1975 Einstellung des Ermittlungsverfahrens im Zusammenhang mit den Deportationen aus Darmstadt aus Mangel an Beweisen.

Best, Dr. Werner

(1903-1989) Geboren in Darmstadt, Jurist, in nationalistisch-antisemitischen Organisationen aktiv, 1929 im hessischen Richterdienst, 1930 NSDAP, 1931 Verfasser der „Boxheimer Dokumente“, NS-Gaurechtsberater, Landtagsabgeordneter, 1933 Chef der hessischen Polizei, danach SS-Karriere, u.a. mitverantwortlich für die Morde am 30.06.1934 („Röhm-Affäre“), Stellvertreter Heydrichs im Reichssicherheitshauptamt, Chef-Jurist der SS, maßgeblich am Aufbau des NS-Polizeiapparats beteiligt. 1939 verantwortlich für die Aktionen …

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Achamer-Pifrader, Dr. Humbert

(1900-1945) Polizeioberst und SS-Obersturmbannführer. Juristenausbildung in Österreich, 1935 nach Deutschland, 1936 Österreich-Referent der Gestapo, maßgeblich am „Anschluss“ Österreichs 1938 beteiligt, 1939-42 Leiter der Gestapo-Dienststelle Darmstadt und verantwortlich für die Judendeportationen aus Hessen 1942, Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD in Wiesbaden, 1942/1943 Standortbefehlshaber Chef der Sicherheitspolizei „Ostland“ (Riga) und Führer der Einsatzgruppe A, 1944 im …

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Familie Mansbacher

Herta Mansbacher (1885-1942) in Darmstadt geborene Tochter wohlhabender jüdischer Eltern, Schülerin der Viktoriaschule, von 1907 bis zu ihrer Entlassung aus dem Schuldienst 1933 Lehrerin in Worms. Von 1935 an war sie Direktorin der 1940 wieder geschlossenen jüdischen Schule in Worms und heimliche Chronistin des Untergangs der 900-jährigen jüdischen Gemeinde. Die von ihr geführte „Liste der Auswanderer“ …

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Familie Fuchs

Friederike Fuchs geb. Reis(1877-1942) wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und kam dort (oder in Auschwitz) ums Leben. Sie war mit dem Kaufmann Bernhard Fuchs verheiratet, der 1941 verstorben ist. Das Ehepaar hatte in der Lauteschlägerstraße 5 gewohnt und musste auf Gestapo-Anweisung zunächst von der Parterre-Wohnung in den 2. Stock umziehen. Nach dem Tod ihres Mannes …

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Literatur

Biographische Hinweise, teilweise auch Kurzbiografien, häufig jedoch nur biografische Spuren wenig oder gänzlich unbekannter Verfolgter des Naziregimes aus Darmstadt finden sich in folgenden Veröffentlichungen und deren Personenregistern: Benz, Philipp, Erinnerungen 1912–1956. Darmstadt 2013. Ders.: Die Deportationslisten. Veröffentlichung der vollständigen Namenslisten der 194/43 aus dem ehemaligen Volksstaat Hessen deportierten Juden, Darmstadt 2004. Ders. / Triebel, Lothar …

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Namenslisten aus Gedenkstätten

Dachauer Namensliste Dachauer Namensliste: Die Darmstädter Geschichtswerkstatt hat 2013 die Ausstellung >>>>> „Namen statt Nummern“ des Projekts „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ (>>>>>www.gedächtnisbuchdachau.org) ausgeliehen und im „Offenen Haus“ der Evangelischen Kirche in Darmstadt präsentiert. Diese Ausstellung dokumentiert Biografien ehemaliger Dachau-Häftlinge, die von Mitgliedern der Projektinitiative recherchiert worden sind. In diesem Zusammenhang erhielt die …

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Täter / Faschisten

Soweit über Kurzbiografien hinausgehende, ausführlichere Texte mit einem Link angezeigt sind, wird mit dem Zeichen (*) darauf hingewiesen. Achamer-Pifrader, Dr. Humbert Best, Dr. Werner Böhm, Bruno Dengler, Georg Albert Jürgens, Franz Mohr, Robert Müller, Dr. Heinz Sprenger, Jakob Stark, Hans Wambold, Otto Werner, Dr. Ferdinand Wolff, Karl

Opfer / Widerstand

Soweit über Kurzbiografien hinausgehende, ausführlichere Texte bzw. Ausstellungstafeln mit einem Link angezeigt sind, wird mit dem Zeichen (*) darauf hingewiesen.

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