ARBEITSKREIS STADTRUNDGANG | TERMINE 2026

Wir kennen unseren Lieblingsbäcker, das Heinerfest und den Langen Ludwig. Wir wissen, wo das nächste Kino ist und der nächste Biergarten. Aber: Was wissen wir eigentlich über unsere Stadt?
Wir möchten Ihre Perspektive erweitern: aus Sicht hier lebender Menschen und ihres Alltags. Wie war es zum Beispiel damals in der NS-Zeit, in der das Äußern einer eigenen Meinung das Leben kosten konnte? Wie veränderte die Industrialisierung die sozialen Bedingungen in Darmstadt und welche Frauen in der Geschichte sorgten mit ihrem Wirken und Tatkraft dafür, dass wir heute noch davon profitieren?
Im „Arbeitskreis Stadtrundgänge“ haben sich Darmstädter Bürgerinnen und Bürger und die Darmstädter Geschichtswerkstatt zusammengefunden, um diese verborgenen Facetten unserer Stadt sichtbar zu machen. Das Ergebnis sind mehrere Stadtrundgänge mit den Themenschwerpunkten Industrialisierung, Nationalsozialismus und Frauen in Darmstadt. Wir laden Sie ein, sich mit uns auf den Weg zu machen!
Eine Anmeldung ist über die Website der vhs Darmstadt möglich. Bei weniger als sieben Teilnehmer:Innen behalten sich die Referent:Innen vor, den Rundgang kurzfristig abzusagen.

Die Mathildenhöhe auf den Spuren ihrer Frauen
Die Welterbestätte Mathildenhöhe ist bekannt durch die Werke der 23 Mitglieder, die zur Künstlerkolonie berufen wurden. Ihren Wert erhielt sie auch vom Schaffen etlicher Frauen, die weniger bekannt, aber dennoch einen erstaunlichen Anteil zum Gesamtkunstwerk beitrugen. Namensgebend war Mathilde, Großherzogin von Hessen und bei Rhein. Künstlerinnen wie Ella Margold und die Gartenarchitektin Ester Claesson gestalteten das Ensemble. In den Ausstellungshallen konnten Werke von Hermione von Preuschen, Clara Grosch und Anna Beyer besichtigt werden. Und Emy Roeder, Christa Winsloe und Luise Federn-Staudinger waren wichtige Bildhauerinnen für Darmstadt und weit darüber hinaus. Beim Rundgang sollen Werke und Wirken dieser und weiterer Frauen im Mittelpunkt stehen. Treffpunkt: Mathildenhöhe, am Schwanentempel.
Leitung: Renate Charlotte Hoffmann
Treffpunkt: Mathildenhöhe, am Schwanentempel
So, 22. März, 14:00 – 16:15 Uhr
15 € ab 7 Personen
12 € ab 9 Personen
Anmeldung über vhs>programm>politik-gesesllschaft


Luise Büchner und die ersten berufstätigen Frauen in Darmstadt
Luise Büchner, 1821 als Schwester Georg Büchners in Darmstadt geboren, appellierte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts an alle Mädchen und Frauen, sich ein selbständiges Leben aufzubauen, da „die Ehe als Versorgungsinstrument für Frauen immer brüchiger werde“. In ihrem berühmten Buch „Die Frauen und ihr Beruf“ forderte sie eine bessere Ausbildung von Mädchen und Frauen und veröffentlichte 1872 einen anschaulichen Berufsratgeber über „Weibliche Berufsarten“.  Darüber hinaus gründete sie zusammen mit anderen Vorreiterinnen für Frauenrechte mehrere Vereine in Darmstadt, die sich ebenfalls für das Recht von Frauen auf Berufsbildung und Erwerbsarbeit einsetzten.
Auf dem Rundgang lernen Sie neben diesen Initiativen und Luise Büchners Ansichten über „Weibliche Berufe“ die ersten Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Wissenschaftlerinnen und Politikerinnen kennen, die in Darmstadt lebten und wirkten und immer wieder gegen Widerstände ankämpften.
Leitung: Miriam Seel
Treffpunkt: Ballonplatz (Ecke Magdalenen-/Alexanderstraße)
So, 26. April, 14:00 – 16:15 Uhr
15 € ab 7 Personen
12 € ab 9 Personen
Anmeldung über vhs>programm>politik-gesesllschaft
Weitere Informationen zu den beiden Stadtrundgängen gibt es >>>>> hier.
Die Stadtrundgänge werden in Kooperation mit der Volkshochschule Darmstadt durchgeführt. Anmeldungen sind über die Homepage der vhs Darmstadt möglich. Die Teilnahme an den Rundgängen ist aber auch spontan und ohne Anmeldung möglich.
Augen auf beim Lauf durch Darmstadt – an vielen Stellen – teils versteckt , teils offen – finden sich Mahnmäler, Tafeln oder Steinzeugen der Vergangenheit. Teils ohne, teils mit informierende Tafeln wie hier an einer Mauer des ehemaligen Gefängnisses in der Rundeturmstraße.
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