2025 als Kooperationspartner gefragt

Das Zeitzeugengespräch mit Henriette Kretz moderierte Stephanie Roth vom Maximlian-Kolbe-Werk. Obwohl moderierte ist der falsche Ausdruck. Nur wenige Blicke wechselten die beiden und noch weniger Stichworte bzw. Vokabeln warf Stephanie Roth Henriette Kretz zu. Stehend sprach die 90jährige Holocaust-Überlebende im bis an seine Grenzen gefüllten Justus-Liebig-Haus. Während ihres Vortrags hätte man Stecknadeln fallen hören können, so aufmerksam und gebannt hörte das Publikum ihren biografischen Erinnerungen zu. Henriette Kretz sprach besonders auch die anwesenden Jugendlichen an, rief nach einem Applaus dem Publikum zu, „Ich bin nicht Lady Gaga“. Dann berichtete sie weiter über den erstaunlichen Weg ihres Überlebens, den ihr und ihren Angehörigen widerfahrenem Terror und den traumatischen Erlebnissen. Stephanie Roth hat alles zusammengefasst, so dass ihre Biografie und der historische Kontext nachlesbar ist.
>>>>Stephanie Roth: Historischer Hintergrund zum Zeitzeugengespräch Henriette Kretz

6.03.2025 / 18.00 Uhr / BrechtGeschichtswerkstatt stellt ihre Recherchen vor
Neues Foyer der Bertolt-Brecht-Schule Darmstadt
Am Projekt Beteiligte stellen ihre Begegnung mit den Archivalien, aber auch den ehemaligen Tatorten vor. Hierbei setzen sie neue Akzente, die die traditionelle Vortragsform brechen. Sie nutzen Installationen und Lesungen und zeigen so exemplarisch die drei Ebenen der Ausstellung: die biografische Ebene der Handelnden in der Geschichte. Die Ebene der Widerstandsformen, Handlungsoptionen unter den Bedingungen des NS-Verfolgungs- und Terrorsystems und ihre eigene Reflexionsebene. Im Anschluss findet ein offener Rundgang durch die Ausstellung statt. Die Projektteilnehmenden werden vor ihren Ausstellungsbeiträgen stehen und laden ein, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. 

NIE WIEDER!
Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des II. Weltkriegs zum 80. Mal. „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“ war die Schlussfolgerung der Naturfreunde, die seither Grundlage unserer Aktivitäten ist.
Die Organisation der NaturFreunde wurde als Teil der Arbeiterbewegung 1933 verboten, Häuser und Vermögen beschlagnahmt, viele Mitglieder landeten im Gefängnis, im KZ oder wurden ermordet. Nun wächst die Gefahr, dass sich die Geschichte wiederholt.
Was können wir aus der Geschichte lernen, damit wir nicht noch einmal Faschismus und Krieg erleben müssen?
„In jeder Ortsgruppe lassen sich die Biografien von Mitgliedern erforschen, die als NaturFreund*innen Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben und sich für eine friedliche und gerechte Welt einsetzten. Viele wurden im Widerstand ermordet oder fielen im Krieg. Diejenigen, die die Konzentrationslager der Nazis überlebten und zurückkamen, waren sich sehr bewusst, dass am 8. Mai 1945 der Faschismus keineswegs endgültig besiegt war. Sie wussten, dass das „Nie wieder!“, auf das sie sich selbst und uns als nachkommende Generationen verpflichteten, nur durch die Anstrengung jedes*r Einzelnen und der Gesellschaft für eine solidarische Welt ohne Kriege möglich ist.“ (Uwe Hiksch, Bundesvorstand der Naturfreunde 2023 in »Arbeiter*innen- und Jugendwiderstand«)
Wie war das in unserer Darmstädter NaturFreunde-Ortsgruppe? Wie war das vor dem Verbot? Wie sind die Mitglieder mit dem Verbot umgegangen? Was geschah 1933-1945? Gab es Widerstand vor und während der Nazizeit? Und wie war es danach?
Diesen Fragen wollen wir nachgehen zusammen mit unseren letzten Zeitzeugen und der Geschichtswerkstatt Darmstadt in einer Veranstaltung am

Vorträge in Rahmen der Veranstaltungsreihe „80 Jahre Kriegsende. Zwischen Aufbruch und Kontinuität“

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz mit anschließender Podiumsdiskussion
Mittwoch, 8. Mai 2025, 18:30 Uhr
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt
Karolinenplatz 3, Darmstadt

In den ersten Jahrzehnten des Nicht-Erinnern-Wollens umschrieb die Vokabel „Vergangenheitsbewältigung“ das deutsche Unbehagen, sich mit der nationalsozialistischen Herrschaft auseinanderzusetzen. Das Kriegsende stand im Zeichen der militärischen Niederlage, die politische Ohnmacht unter dem Besatzungsregime wurde von vielen als Siegerwillkür, der Wiederaufbau zerstörter Städte und Infrastruktur als Sühneleistung empfunden. Einsicht und Betroffenheit über den Judenmord, Menschheitsverbrechen und Kern der NS-Ideologie vermittelte erst Ende der 1970er Jahre die US-amerikanische TV-Serie „Holocaust“. Die Rede des Bundespräsidenten Weizsäcker zum 40. Jahrestag des Endes von Krieg und Gewaltherrschaft legte den Grundstein einer Erinnerungskultur mit dem Anspruch, aller Opfer der NS-Ideologie zu gedenken, aus der Geschichte zu lernen und Aufklärung künftigen Generationen zu vermitteln. Politisch und moralisch ist das der Auftrag zur Demokratie und zum Widerstand gegenüber autoritären, fremdenfeindlichen, rassistischen und anderen menschenverachtenden Tendenzen, wie sie von rechten Populisten, Demagogen, Wutbürgern, Querdenkern u. a. Demokratiefeinden propagiert werden.

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Benz, emeritierter Professor für Zeitgeschichte und ehemaliger Leiter des Instituts für Antisemitismusforschung (TU Berlin).

Podiumsteilnehmer*innen: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Jugendliche, Dr. Sandra Zimmermann (Stadtarchiv Darmstadt), Kirsti Ohr (Darmstädter Geschichtswerkstatt) und Harald Höflein (Archivpädagogik Darmstadt).
Moderation: Leonie Otters (Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.)


Vernissage zur Ausstellung – Donnerstag, 04.09. 18:00 Uhr   

Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken.“
Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost
Donnerstag, 04.09. 18:00 Uhr
  
Mit dem Kurator der Ausstellung Harald Rosteck, Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V., und Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor Deutsches Polen-Institut
Ausstellung 4. September bis 21. Oktober 2025
Mo.-Do von 10 bis 16 Uhr, Fr. 10-13 Uhr
Deutsches Polen-Institut, Residenzschloss Darmstadt, 2. Stock
>>>>> Pressemitteilung des DPI zur Ausstellung PfadfinderWarschau1944

Workshop/ Fortbildung 23. September 2025 von 9-17 Uhr an der TU Darmstadt
ANMELDUNG BIS 15.09.2025 | DIE TEILNAHME IST KOSTENLOS!

„Vergangenheit verstehen – Gegenwart gestalten. Antiziganismus in Schule und Unterricht“ 
>>>>Flyer_Antiziganismus in Schule und Unterricht

Mit Workshop der Geschichtswerkstatt zu dem Projekt 2021/22 >>>>Darmstädter Sinti

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